WALTROPER BÜRGERBADVEREIN 2012

 Thema: Große Zustimmung für das Bürgerbad

 Datum: 02. März 2011

Ein öffentliches Schwimmbad - hier das ehemalige Allwetterbad - muss sein, meinen die Waltroper Bürger.

Rosemarie Martens hat viele Waltroper Schüler zu Freischwimmern gemacht. Einige von ihnen sitzen im Arbeitskreis Bürgerbad und streiten zusammen mit der 87-Jährigen für öffentliches Schwimmen.

Die ehemalige Lehrerin begleitete unzählige Kinder im Lutherbad auf dem Weg zum Seepferdchen. "Dass es in Waltrop vielleicht kein öffentliches Hallenbad geben soll, kann ich nicht akzeptieren - deshalb setze ich mich auch fürs Bürgerbad ein", sagt Rosemarie Martens. Gemeinsam mit anderen hat sie sich Modelle in Gladbeck und Hückeswagen angeschaut. Die Erfahrungen wurden am Dienstag in der zweiten Sitzung des Arbeitskreises im Rathaus diskutiert. Der von Arndt Pricibilla (Städtenetzwerk) moderierte Abend brachte zunächst die Erkenntnis, dass viele Waltroper sich für ein öffentliches Schwimmen engagieren wollen. Mehr als 60 Bürger waren in den Ratssaal gekommen, um mit zu diskutieren. Dabei ging es um mehrere Punkte:
-Die Frage, ob ein Bürgerbad in welcher Form auch immer machbar ist - und mit welchem Einsatz die Realisierung eines solchen verbunden ist.
-Die Erarbeitung eines Nutzungs- und Betriebskonzeptes bis spätestens zum Herbst. Dies soll in einer eigenen Arbeitsgruppe geschehen, für die sich Bürger am Dienstag in einer Liste eintragen konnten.
-Die Gründung einer Rechts- und Organisationsform für ein späteres Bürgerbad, also eines Vereins, einer Stiftung oder einer gemeinnützigen GmbH. Auch diese Arbeit findet in einer eigenen Arbeitsgruppe statt.

Die Bürger interessierte vor allem die finanzielle Seite eines Bürgerbads: Wie hoch sind die Betriebskosten des gesamten Hallenbads? Wie hoch wären dann zum Beispiel die Kosten pro Stunde für eine öffentliche Nutzung des neuen Schulschwimmbads?
Dass die Stadt bisher keine detaillierte Kostenplanung für den Betrieb des neuen Hallenbads vorgelegt hat, kritisierten einige Waltroper. Gottfried Oelenberg und Marco Patruno sagten zu, dass diese spätestens bis 21. März vorliegen soll. Dann könne auch feststehen, wie hoch der Anteil der Stadt an den Betriebskosten sein wird - und welche sich davon durch ein Bürgerbad erhöhen bzw. welche unverändert bleiben würden.

Fest steht bisher, dass das Hallenbad in 43 Wochen pro Jahr fünf Tage von 8 bis 16 Uhr ausschließlich den Schulen zur Verfügung steht. Inwiefern auch das Freibad später noch in ein Bürgerbad mit einbezogen werden könnte, soll unter anderem in den Arbeitsgruppen geklärt werden.

  Autor: Tobias Ertmer (Waltroper Zeitung)
Quelle: www.waltroper-zeitung.de